Copernicus, das europäische Erdbeobachtungsprogramm, hilft zu verstehen, wie sich unser Planet und sein Klima verändert, welche Rolle die menschlichen Aktivitäten hinsichtlich dieser Veränderungen spielen und wie dies unseren Alltag beeinflussen wird.

Das Copernicus Programm wird von der Europäischen Kommission koordiniert und verwaltet.

Die Entwicklung der Beobachtungsinfrastruktur wurde unter der Federführung der Europäischen Weltraum Agentur für den Weltraumbereich durchgeführt  und die Europäische Umweltagentur und die Mitgliedstatten für die VorOrt-Komponente.

 Der Copernicus-Klimawandelservice (C3S) ist die Antwort auf umweltrelevante und soziale Herausforderungen, die mit dem von Menschen verursachten Klimawandel in Verbindung stehen. Sein Zweck besteht darin, Informationen für die Beobachtung und Prognose des Klimawandels bereit zu stellen und somit helfen kann, die Anpassung und Abschwächung zu unterstützen. Er profitiert von einem nachhaltigen Netzwerk von örtlichen und satellitenbasierten Beobachtungen, erneuten Analysen von Erdklima- und modellierten Szenarien auf Grundlage unterschiedlicher Klimaprojektionen.

Beobachtungen zum Klimawandel in Europa:

Jährliche Temperaturwerte zeigen einen stärkeren Anstieg über die letzten vier Dekaden in Europa als weltweit. Die europäischen Werte weisen auch höhere Schwankungen von Jahr zu Jahr auf. Die beiden wärmsten Jahre 2014 und 2015 sind jeweils mehr als 2°C wärmer als die 3 kältesten Jahre in den 1980er Jahren. 2017 war nach den ERA-Interim und einigen anderen Datenaufzeichnungen das fünftwärmste Jahr nach 2007 und 2016 sowie 2014 und 2015. Zwei der geprüften Datensätze legen 2017 als sechstwärmestes Jahr fest, jedoch nur geringfügig kühler als 2008.

Europäische Oberflächenlufttemperatur abweichend vom jährlichen Durchschnitt von 1979-2017 bezogen auf den jährlichen Durchschnitt des Zeitraumes von 1981-2010.  Datenquelle: ERA-Interim. Die schwarzen Balken zeigen die Streuung der Werte von unterschiedlichen Datensätzen.  Quelleangabe: Copernicus Klimawandel Service/ECMWF.WF.

Der Stand des Klimas in den europäischen Staaten 2017:

Die europäische Durchschnittstemperatur war um 0,8°C höher als der Durchschnitt der Jahre von 1981-2010.

2017 war das fünft- oder sechstwärmste Jahr, abhänging davon, welche Datensätze man heranzieht. Europas mittlere Jahrestemperatur wie auch die Maximum- und Minimumtemperaturen lagen in allen Landregionen über dem Durchschnitt. Während des Winters war es in Skandinavien zeitweise warm und die folgenden Jahreszeiten lagen in den meisten zentralen und südlichen europäischen Ländern weit über dem Durchschnitt.

Temperaturen unter dem Durchschnitt waren während des Winter in Südosteuropa am bedeutendsten. Die Temperaturen auf der Iberischen Halbinsel lagen während aller Jahreszeiten über dem Durchschnitt.

Anomalien der Oberflächenlufttemperatur 2017 bezogen auf den jährlichen Durchschnitt des Zeitzraumes von 1981-2010. Datenquelle: ERA-Interim. Quellenangabe: Copernicus Klimawandelservice/ECMWF

Weitere Informationen: Link zum Download “The European State of the Climate 2017” (pdf):

http://climate.copernicus.eu/sites/default/files/repository/ESC_2017/Copernicus%20European%20State%20of%20the%20Climate_2017_Summary.pdf